Der Mensch, der Herr der Welt

In der Zeit erschien am 8. März 2010 ein Artikel über Geoengineering.

Wie der Artikel schon schreibt, ist dies im Grunde nur eine Fortführung des Bestrebens die Natur beherrschen zu können. Die ist ein Trend der nach dem zweiten Weltkrieg begann. Gab es bis dahin nur wenige Visionäre und Fantasten griffen diese Ideen zu dieser Zeit auf die Populärwissenschaften über.

So meinte man in den 50er Jahren durch Atomkraft, Computertechnik etc. alle Umwelt- , Nahrungsmittel-, Wohnungs- und Transportprobleme lösen zu können. Aber irgendwann merkte man, dass die Erwartungen nicht erreicht wurden und die Ideen verschwanden wieder in der Versenkung, auch durch akute Probleme wie die Ölkrise, den Grenzen des Wachstums, Kriegen und Krisen.

Gegen Ende der 1970er Jahre begann mit der Öko-Welle ein Revival der anderen Art. Auch hier wieder wurde propagiert, dass der Mensch die Natur beeinflusst. (Ist ja auch nicht falsch). Dazu wurde aber gleichzeitig dafür geworben, aktiv bestimmte Sachen zu unterlassen oder zu tun, um so die Natur wieder in die“richtige“ Richtung zu beeinflussen. Diese Sichtweise, die Veränderung der eigenen Handlungen führen zu einer nachhaltigen Verbesserung der Umwelt ist auch heute noch vertreten, aktuell in der Klimadebatte.

Ob die propagierten Maßnahmen wirklich die gewünschten Auswirkungen auf das Klima haben, ist noch gar nicht nachgeweisen. Natürlich ist es sinnvoll energiesparende Maßnahmen durchzuführen. Vor allem um auch bei zukünftig steigenden Energiepreisen den Lebenstandard aufrecht zu erhalten oder noch weiter zu steigern. Dabei sollte man jedoch nicht außer Acht lassen, das es vielleicht besser wäre sich an veränderte klimatische Bedingungen anzupassen, als darauf zu vertrauen, dass man das Klima stabil halten kann. Eine Situation die es in der Geschichte nie gegeben hat.

Da bis jetzt viele Zusammenhänge bei Klima noch nicht vollständig erkannt und erforscht sind, bleibt es auch in Zukunft spannend, ob die Prognosen der Wissenschaftler wirklich eintreffen.

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Über Liesel

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Eine Antwort zu Der Mensch, der Herr der Welt

  1. michaeleriksson schreibt:

    In der Tat sollten wir beachten, dass wir im Augenblick in einer Eiszeit sind, wenn auch in einem „Interglazial“. Von hier aus könnten wir sowohl in einer erneuten Vereisung hineinrutschen, als auch die Eiszeit verlassen—und Temperaturen erleben die geologisch gesehen normaler sind.

    Anders als mit einigen anderen Umweltproblemen ist Temperaturerhöhung ein egoistisches Problem der Menschheit: Die Erde wird den Klimawandel schon vertragen, wie es mit den Niederlanden aussieht ist eine andere Frage.

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