Der Ideen-Schmied

Der Benutzer:Stepro hat auf einer Seite in der Wikipedia seine Sicht der Dinge zum Community-Projekt-Budget dargelegt. Daraufhin entstand eine kleine unnütze Diskussion.

Aber um nochmal zum Ausgangspunkt zurückzukommen. Was ist wichtiger, eine Idee zu haben oder versuchen eine Idee umzusetzen?

Natürlich hat der Mensch viele Ideen, ob privat oder im Beruf, beim Sport, beim Hobby, im Verein. Überall eben. Manche Ideen werden am Biertisch geboren und treten dann ihren Siegeszug um die Welt an. Der andere hat die entscheidende Idee mitten in der Nacht.Damit ist zwar die Idee in der Welt, aber noch nichts hat sich geändert. Was tun?

Eine Idee in die Welt zu bringen gibt es heute viele Möglichkeiten. Früher ging das nur im persönlichen Gespräch, später konnte man dann in Zeitungen oder in Büchern seine Ideen veröffentlichen. Heute geht es im Zeitalter des Internet noch einfacher. Ein Blog, eine Facebook- oder GooglePlus-Seite oder sogar eine eigene Website, mehr braucht man nicht, um seine eigenen Ideen in die Welt zu streuen. Das hat natürlich auch zur Folge, dass es immer schwieriger wird, mit der eigenen Idee wahrgenommen zu werden.

Die Wahrnehmung einer Idee ist aber nur der erste Schritt. Soll eine Idee auch verwirklicht werden, dann muss eines investiert werden. Dass muss nicht immer Geld sein, manchmal ist es auch Zeit oder ein anders Hobby oder oder. Wichtig ist aber, dass man andere Menschen von der Idee überzeugt. Das kann manchmal nicht auf Anhieb gelingen. Hier entscheidet sich dann auch, wie wichtig einem die Idee selber ist. Bleibe ich dran, oder habe ich nach einiger Zeit die eigene Idee und deren Verwirklichung schon wieder vergessen. Wenn ich andere Menschen von einer Idee überzeuge, baue ich natürlich auch die Basis aus, damit diese Idee noch weitergetragen wird. Gerade an diesem Punkt entscheidet es sich, wie wichtig mir eine Idee ist. Vielleicht muss ich auch andere knappe Ressourcen zu Gunsten meiner Idee nutzen.

Hier ist dann der entscheidende Punkt wie wichtig mir die Idee ist und wie diese Idee auch von anderen Menschen wahrgenommen wird. Sehen andere Menschen, dass der Ideen-Schmied für seine Idee bereit ist einiges zu opfern, lassen sie sich in der Regel viel schneller überzeugen, dass eine Idee wichtig ist. Dann sind andere Menschen auch selber bereit eigene Ressourcen oder Ressourcen die sie verwalten zur Verwirklichung einer Idee beizusteuern.

Wer natürlich nur Ideen in die Welt setzt und nicht bereit ist für die Verwirklichung dieser Ideen etwas zu opfern, ist weltfremd. Entweder hält er sich für so überlegen, dass es die Dummheit der anderen Menschen ist, wenn sie seine brillianten Ideen nicht anerkennen und umsetzen. Oder er will nicht erkennen, dass zur Umsetzung von eigenen Ideen vor allem viel eigenen Engagement und Überzeugungswillen gehört.

Die Menschen bekommen ständig irgendwelche Ideen unterbreitet. Warum sollen sie sich gerade für die interessieren, die der Ideen-Schmied nur halbherzig oder gar nicht unterstützt oder bei der sie den Eindruck haben, dass sie eine Idee nur umsetzen müssen, weil der Ideen-Schmied in der Rolle des Stärkeren ist und seinen Untergebenen die Umsetzung oktroyieren kann?

Ideen werden Realität, wenn es dem Ideen-Schmied gelingt andere Menschen mit seiner Idee zu begeistern und diese selber zum treibenden Kraft werden. Das geschieht nicht von selber, mit Fingerschnippen oder durch das Ausfüllen von Formularen. Da heißt es Herzblut zu investieren.

From the pain come the dream

From the dream come the vision

From the vision come the people

And from the people comte the power

From this power come the change.

Peter Gabriel „Fourteen Black Paintings“

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Über Liesel

Wikipedia-Autor
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Eine Antwort zu Der Ideen-Schmied

  1. Ra Boe schreibt:

    ich sah mich als Ideen-Schmied der seine Idee auch umsetzten wollte, ich wurde eines besseren belehrt und bin soweit, das ich mir das ganze nur noch anschaue und ja, wenn mir ein Projekt über den Weg läuft schaue ich ob ich dazu noch Lust und Zeit habe.

    Wenn einem für die Bewilligung so viele Hürden in den Weg gelegt werden, das sich die Ausarbeitung als Stundengrab herausstellt, sollte man es als berufstätig lieber lassen. Es ist immer noch ein Hobby, jedenfalls für diese Seite, die Seite der „Ideenumsetzer“.

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