Kurzmeldung: Neue Artikel schreiben ist Vandalismus.

Poschegar-Haus Puchheim-Ort

Die Dorfstraße 1 in Puchheim. Darf dieses denkmalgeschützte Gebäude seinen Wikipedia-Artikel behalten?

Die Wikipedia hat einen neuen Hochpunkt an Tiefpunkten erreicht.

Der Wikipedia-Autor Knergy wurde heute für drei Tage gesperrt, weil er neue Artikel zu relevanten denkmalgeschützen Objekten angelegt hat.

Wie geht es nun mit Wiki loves Monuments weiter? Wird in Zukunft das Erstellen von Artikel komplett unter Strafe gestellt? Ist die Wikipedia voll? Ist das Ende nah?

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Über Liesel

Wikipedia-Autor
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15 Antworten zu Kurzmeldung: Neue Artikel schreiben ist Vandalismus.

  1. Arcy schreibt:

    Und die Wikipedia sperrt zudem Links zum Jewiki, der “freien Enzyklopädie zum Judentum in deutscher Sprache”
    http://shtoink.de/606/wikipedia-sperrt-freie-enzyklopaedie-zum-judentum-in-deutscher-sprache/

  2. Pingback: Neue Artikel schreiben ist Vandalismus in der Wikipedia | Shtoink!

  3. stanzebla schreibt:

    Naja, erzähl ruhig die ganze Geschichte. 😉 Außerdem ist halt Sommer, den Autoren ist langweilig. 😀

  4. Frank Schubert schreibt:

    Sorry, auch ich verstehe nur Bahnhof. Das ganze dürfte ja offensichtlich eine Vorgeschichte haben. Wenn ich deine Links richtig interpretiere, ist die Sperre nicht wegen dem anlegen von relevanten Artikeln erfolgt, sondern weil der entsprechende Benutzer eine vorherige Benutzersperre umgangen hat. Oder habe ich da etwas falsches verstanden? Gruß

    • Liesel schreibt:

      Naja, das ganze begann mit einem Editwar und ein wenig Gezänk. Dafür wurde er gesperrt. Dann hat eine IP (die wahrscheinlich Knergy war) Artikel zu relevanten Denkmälern angelegt. Dies hat er dann auch nach dem Ende seiner Sperre fortgesetzt. Ok, man kann ihn wegen Sperrumgehung sperren. Aber er ist explizit auch für das Anlegen von relevanten Artikeln gesperrt worden. Und dort liegt das Problem. Auf der einen Seite dulden wir solche Artikel und es wird großzügig hinweggesehen. In der Löschdiskussion fangen diese Artikel schnell ein LAE.

      Aber was will man dagegen machen, wenn jemand solche kurzen Artikel in schneller Folge anlegt? Ihn sperren wegen des Anlegens von relevanten Artikeln, die sogar belegt sind? Dann müsste andere Accounts die solchen simplen Artikeln anlegen schon längst gesperrt sein. Hier geht es nicht um die Artikelanlage sondern einfach darum einen unliebsamen Autoren zum Schweigen zu bringen.

  5. Frank Schubert schreibt:

    Auf der anderen Seite hast du dann aber auch wieder das Problem mit der Ungerechtigkeit. Wenn du gar nicht mehr auf solche Sperrumgehungen eingehst nimmt dich irgendwann keiner mehr Ernst. Jetzt kann man sich natürlich auch über die Länge der Sperrzeit streiten. Auch wenn der Vergleich mit dem Benutzer:Granon jetzt sicherlich unangebracht ist.
    Manchmal frage ich mich, ob bei solchen (relativ) kleinen vergehen es nicht sinnvoller ist, vorher noch eine Alternativstrafe anzubieten. Und sei es eine Mindestanzahl von Qualitätsbausteinen abzuarbeiten, eine Mindestsichtung zu tun oder aber bei Neu Autoren entsprechende Hilfsdienste zu Unternehmen. Das muss auch nicht unbedingt von Admins kontrolliert werden.

    • Liesel schreibt:

      Natürlich kann man die Sperrumgehungen bestrafen. Alternativ könnte man aber wirklich auch mal ein paar Arbeitsstrafen verhängen. Aber da fehlt der Adminschaft der Wille und die Kreativität. Der Ausbau von x bebausteinten Artikel, ansonsten x Tage Sperre wäre mal was, was der Wikipedia viel mehr helfen würde.

      Aber Sperren ist nun mal einfacher und wer widerspricht wird auch gesperrt. Erziehungsmethoden wie im 19. Jahrhundert.

      • Frank Schubert schreibt:

        Jetzt muss ich dir leicht widersprechen. Denn es gibt ja bekanntlicher weise solche und solche Admins. In dem Augenblick wo es eine Projektseite gibt, wo Interessenten nicht nur irgendwelche Strafen vorschlagen können, sondern auch dafür mit ihrer Kontrolle gerade stehen müssen, dürften sich die ersten Admins sich auch die Zeit nehmen, so etwas auszuprobieren. Und das schöne dabei ist, das man dafür noch nicht einmal ein Meinungsbild benötigt. Etwas anderes wäre natürlich der Fall wenn dieses Projekt negativ ausartet. Die einzigste Angst die ich bei so etwas habe, das dann Leute nur deswegen Blödsinn machen um auch mal Bestraft zu werden. Aber auch das könnte sicherlich gelöst werden.

      • Liesel schreibt:

        Und schon haben wir wieder den bürokratischen Overhead. Warum kann nicht mal ein Admin statt eine Strafe zu verordnen einen Arbeitsauftrag erteilen? Da braucht es keine Projektseite. Das kann problemlos auch auf WP:VM, WP:SPP, WP:AP passieren.

        Und das bisher noch kein Admin auf diese Idee gekommen ist, spricht Bände.

  6. stanzebla schreibt:

    Frank Schuberts Idee mit den „Sozialstunden“ finde ich ziemlich super, andererseits… es ist ja nur ein Internetprojekt, eigentlich sollten Sperren gar keine Strafe sein. Ich finde Drei-Satz-Artikel generell eher blöd, wenn man mehr über ein Lemma sagen kann. Denn Artikel werden in vielen Fâllen jahrelang nicht verbessert. Bei vielen dieser Denkmal-Artikel kann man aber auch nur wenig mehr sagen als drei Sâtze. Von daher kann man die ruhig anlegen, es frisst ja kein Brot. In fr Wikipédia hat das jedenfalls jemand gemacht. Die dortigen Artikel haben fast den gleichen Wortlaut, wie die Einträge in die Denkmalliste desKulturministeriums. Da kann man sich das theoretisch natürlich auch sparen und den Lesern sagen „dort ist die Denkmalliste, guck halt da nach“. Aber wie gesagt, es frisst kein Brot. Ob es den Artikel gibt oder nicht, ist komplett wurscht. Wiki loves monuments geht mir total auf den Senkel. Auf Commons wurden dafür natürlich auch sehr viele Kategorien angelegt. Leider werden hauptsächlich immer wieder die gleichen Denkmale fotografiert und die Qualität ist oft unter aller Wûrde. Es gibt ja was zu gewinnen (?) da will halt jeder mitmachen und sich aber möglichst nicht anstrengen. Für mich findet die Veranstaltung nicht statt. Ob dadurch dauerhaft Benutzer gewonnen werden konnten, weiss ich nicht, nehms aber nicht an, zumindest ist mir das beim Fotoaufkommen nicht aufgefallen.

    • Frank Schubert schreibt:

      „Leider werden hauptsächlich immer wieder die gleichen Denkmale fotografiert und die Qualität ist oft unter aller Wûrde. Es gibt ja was zu gewinnen (?) da will halt jeder mitmachen und sich aber möglichst nicht anstrengen.“

      Meistens ist dort die Qualität unter aller Würde, bei Fotos die schnell, schnell im September gemacht wurden. Ich benötige für ein (relativ) gutes Foto teilweise 10 – 15 Minuten. Wenn ich feststelle, das mir das eine oder andere Foto nicht gefällt, lösche ich das. Das macht nun mal aber leider nicht jeder. Darüber hinaus darf man aber auch nicht vergessen, das so ein Gegenstand je nach Jahres- und Tageszeit und auch von welcher Richtung das Aufgenommen wurde, jeweils einen anderen Eindruck hinterlässt. Ob das gewinnen, wirklich der große Anreiz ist, keine Ahnung.
      Ich befürchte mal, das der Anreiz zu zeigen wie viel man wieder geleistet hat, weitaus höher liegt. Auch wenn ich mich damit Unbeliebt mache, ob nun jemand dadurch dauerhaft dabei bleibt oder nicht, ist mir eigentlich egal. Hauptsache, der Person hat es Spaß gemacht und nicht abgeschreckt. Damit wird anderen, mühsame Arbeit abgenommen und die Wahrscheinlichkeit, das die entsprechende Person so etwas ähnliches eventuell später nochmal macht (und sei es Rechtschreibfehler zu Korrigieren) dürfte um so größer ausfallen. Nichts gegen Wiki Süchtige, aber auch solche kleinen Helferlein sind immer gern gesehen. Ich will dich mit dem Kommentar aber nicht für WLM Anwerben. Denn jeder muss für sich selbst entscheiden ob er daran teilnehmen will oder nicht.

      PS: Das Problem mit den kurzen Stubs bei den Denkmälern hat meistens nichts mit den Denkmalslisten zu tun, sondern eher damit, das die Leute gerne immer nur im WEB recherchieren und nicht in einer Bibliothek geschweige denn mit einer entsprechenden Anfrage beim zuständigen Denkmalsamt oder alternativ beim Eigentümer ran trauen. Aber auch das kann man nicht für jede Region verallgemeinern.

      • Arcy schreibt:

        Die Aussage „aber auch solche kleinen Helferlein sind immer gern gesehen.“ stimmt nicht so ganz. Auch hier gibt es Administratoren, die der Meinung sind, dass kleine Edits doch unterbleiben sollen: da meinte letztens ein Admin „“Minimalinformationen um den edit-Counter zu erhöhen sollten bitte unterbleiben. Damit schaffst du es, dass meine Beobachtungsliste nicht mehr gut funktioniert.” [1]

        [1] http://shtoink.de/479/nicht-bienen-sondern-hummeln-sollt-ihr-sein/

      • Frank Schubert schreibt:

        Aber um solche (abstrusen) Aussagen zu treffen, muss man sich nicht um ein Adminamt bewerben. 😉

        Und zum Glück, sind solche Minderheitsmeinungen relativ selten.

        Wobei ich aber zugeben muss, das auch ich „Minimalinformationen“ kenne, auf die ich gut und gern verzichten kann.

        Das sind aber meistens die Versuche, Wunschartikel in Form von Rotlinks in BKL`s und in einzelnen Listen einzufügen. Wo man letztendlich z.B. bei Biographien nicht weiß um wen es sich tatsächlich dabei handelt. Und wo man schwer abschätzen kann ob es sich um einen Fake verdacht oder tatsächlich um einen ernsthaften Wunsch handelt.

        Was genauso Nervt sind unnötige Formatierungen in Artikeln. Wo dann 1876 – 1892 in 1876 – 92 umgewandelt werden. Von unnötigen Kategorien Änderungen und unnötigen Streitigkeiten über die Anzahl der Weblinks schweige ich mal an dieser Stelle. Ich möchte nicht wissen, wieviel Leute wir damit vertrieben haben. Ich befürchte mal mehr als durch sämtliche Löschanträge und Edit Wars.

      • stanzebla schreibt:

        Ich fotografiere lieber das ganze Jahr über Denkmale, Frank Schubert. Und werd nen Teufel tun und mein Bild vom Januar bis zum Wettbewerb „aufheben“. Und nee, da ich dann z.B. Kategorien für die „ich kann auch was“-Bilder anlegen muss, die aufgrund des Wettbewerbs sehr vermehrt auftauchen und nein, egal wie verschwommen das Bild ist, es wird nicht gelöscht. Beschäftigungstherapie kann ich auch anderweitig auf Commons haben und ich such mir meine Beschäftigungstherapie auch lieber selbst aus.

        Und ja, mich nerven manche kleinen Edits, wie von Frank Schubert beschrieben. Oder Edits die nur * vor Commonscat entfernen. Also nicht etwa notwendige Kleinedits, die Rechtschreibung oder Typografie o.Ä. betreffen. Da frag ich mich dann auch, ob wir (bei abseitigen Themen) nur von uns selbst, also gegenseitig, gelesen werden.

  7. Pingback: Relevanzkriterienirrrelevanzqualitätsprioritäten | Sensiblochamaeleon's Blog

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