US-Kreuze und andere Probleme

In der Wikipedia toben nun schon seit einigen Monaten bzw. Jahren die Kriege um die Markierung von Geburts- und Todesdatum (*/ †) und die Bezeichung us-amerikanisch/amerkanisch.

Die Standpunkte für beide Seiten sind weitgehend ausgetauscht und neue Argumente sind ganz selten noch zu erwarten.

Im Grunde handelt es sich um ein- und das selbe Problem. Auf der einen Seite stehen Autoren, die sich um die Inhalte und Gestaltung der Artikel gedanken gemacht haben und entsprechendes Fachwissen verfügen. Auf der anderen Seite stehen dann eher diejenigen, die eine Einheitlichkeit und Eindeutigkeit wollen.

Ohne jetzt bezüglich der einzelnen Argumente ins Detail gehen zu wollen, ist eine Lösung derzeit nicht in Sicht. Beide Seiten haben sich so sehr investiert, dass ein Zurückgehen, als Niederlage empfunden wird. Ja selbst ein irgendwie ausgehandelter Kompromiss würde als Niederlage angesehen werden.

Ich habe auch keine Lösung. Aber die Probleme sind symptomatisch für den derzeitigen Zustand der Wikipedia.
– eine Marginalität wird (auch mittels Störsockenpuppen) zur Eskalation gebracht
– eine nahezu unversöhnliche und kompromisslose Grundeinstellung alle Beteiligten
– das Unterschiedliche wird mehr betont als das Gemeinsame
– es ist wichtiger den „Feind“ zu vernichten, als durch einen Kompromiss einen Autor für die Wikipedia zu erhalten

In diesem „Krieg“ gibt es nur einen Verlierer, die Menschheit selbst.
Durch das Wegbleiben von Autoren, wird Wissen nicht der Wikipedia gespendet und damit nicht für die Menschheit frei verfügbar.

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Über Liesel

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Eine Antwort zu US-Kreuze und andere Probleme

  1. Arcy schreibt:

    Der Streit macht sich immer wieder an Personenartikeln fest mit Bezug zum Judentum. Was ich gruselig an diesem Kindergarten finde ist das Ausspielen von Religionen. Es wird oftmals ein Schützengraben ausgehoben, wo auf der einen Seite „Juden“ stehen und auf der andern Seite Christen. Das die Kreuzbefürworter keine religiösen Argumente nutzen, scheint den Kreuzgegnern schnuppe zu sein.. Das die katholische Bischofkonferenz, welche von Autoren angeschrieben wurde, eine andere Lösung als das genealogische Kreuz befürwortet wird nicht realisiert. Nichtsdestotrotz wird ein Christentumpopanz aufgebaut, dass Juden bis nach dem Tot missionieren will.

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