Nach der Wahl ist vor der Wahl

Die „überraschende“ Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten hat zu vielen Diskussionen geführt. Unter anderem auch dazu, wie es dazu kommen konnte, es war ja vorher nicht absehbar. Aber auch die Frage ob jetzt weiße Männer Sexisten und Rassisten sind.

Es gibt viele Erklärungsversuche. Ich werfe jetzt auch mal meine Meinung in die Debatte.

Wir können davon ausgehen, dass es zwei weitgehend gleich große Gruppen in der Bevölkerung gibt. Die einen bezeichnen sich selber als aufgeklärt, fortschrittlich. Die andere Gruppe würde sich eher als konservativ ansehen. Aber im Grunde haben diese Gruppen keine Eigenbezeichnung sondern sind nur an ihrem „Gruppen“verhalten erkennbar.

Waren früher die „Aufgeklärten“ immer die „Progressiven“ die durch ihr Verhalten und ihr Vorbild, aber auch ihr agitieren, diejenigen die versuchten die Welt zu verändern. Im militärischen Sinne sind ja auch die Aufklärer, diejenigen die dem Heer vorwegmarschieren und die Lage erkunden und dann wichtige Informationen an das Hauptheer weitergeben.

In Bezug auf dieses Bild ist, aber derzeit der Kontakt der „Aufklärer“ mit dem Heer verlorengegangen bzw. die „Aufklärer“ versuchen direkt das Heer zu beeinflussen. Das muss schief gehen.

So haben es zwar erstere Gruppe geschafft, in der öffentlichen Debatte den Sprachgebrauch zu dominieren, während eine große „schweigende“ Mehrheit vor allem sich auf das „Lesen“ beschränkte. Aber das Schweigen hat aber dafür gesorgt, dass erstere Gruppe meint, sie hätten die Meinungsführerschaft im Lande. Aber sie hat außer Acht gelassen, dass die schweigende Mehrheit so manche Volte der Aufklärer nicht mehr mitmachte und darüber nur lächelte. Aber anscheinend gewinnt die schweigende Mehrheit eine Stimme und was da jetzt zu hören ist, ist in den Ohren der „Aufklärer“ alles andere als schön. Anscheinend ist ihre ganze Propaganda ins nichts gegangen.

Und wirklich, angesichts von Debatten über die Bezeichnung von Flüchtlingen, geschlechtergerechter Sprache, Verbot von Negerküssen und Ziegeunerschnitzel, kommt bei vielen nur noch „sprachliche Verbiegung“ an. Es wurd ein Sprachgebrauch entwickelt, der so richtig er auch ist, keinerlei Fundament in der breiten Bevölkerung hat. Er hat einfach mit der Sprachwirklichkeit der „schweigenden“ Mehrheit nichts zu tun. Sollen doch die Menschen mal in die Kneipen (Stammtische!!!), in Betrieben, auf Baustellen etc. gehen und zuhören über was und wie die Menschen reden. Sie werden feststellen, dass die Debatten in der Presse und die Parolen der Politiker nicht mehr ankommen.

Auch früher wurde schon auf „die da oben“ geschimpft. Was aber inzwischen so nach und verloren ging, war der Kontakt zum Rest der Bevölkerung. Es wurde dem Volk nicht mehr aufs Maul geschaut. Dann hätten nämlich die Politiker und Journalisten gemerkt, dass im Grunde die meisten Menschen der Bevölkerung eher nicht den „Aufklärern“ folgen.

Politiker, Journalisten haben in den letzten Jahren einen Sprachgebrauch entwickelt, der immer weniger mit der Lebenswirklichkeit vieler Menschen zu tun hat und dort nur Kopfschütteln auslöst. Auch dieser „Neusprech“ hat dazu geführt, dass hier eine Verbindung verloren gegangen ist, die für eine gewissen Glaubwürdigkeit von Poltikern und Presse sorgt. Wenn die Bevölkerung den Eindruck hat, dass bestimmte Ereignisse in der Presse keinen adequaten Niederschlag finden, dann muss man sich nicht wundern, dass das Vertrauen in den Journalismus schwindet. Wenn die Bevölkerung den Eindruck hat, dass sich die Politiker nicht mehr um die Sorgen und Nöte der Menschen kümmern, dann schwindet das Vertrauen.

Und dann kommt noch ein zweiter Punkt dazu. Wenn dann die erste Gruppe anfängt, zweitere als Rechte, Sexisten oder Rassisten auf Grund ihres Sprachgebrauches oder Handelns zu bezeichnen (was sie nach Definition der ersten Gruppe auch sind), dann sieht sich die zweite Gruppe falsch behandelt. Diese sehen sich nämlich selbst nicht als Sexisten und Rassisten. Sie sehen sich durch eine solche Bezeichnung entsprechend stigmatisiert. Und jegliche Vertrauen schwindet noch mehr. Vor allem sehen sie sich durch eine solche Bezeichnung in eine Schublade gesteckt. Vor allem wenn erstere auf Grund einer solchen Bezeichnung jeglichen Diskurs verweigern, da ja der „Kontrahent“ in eine entsprechende Schublade gesteckt wurde.

Und jetzt? Es würde gut tun miteinander zu reden, anstatt übereinander. Es würde helfen miteinander zu reden, anstatt den anderen mittels Schubladenbegriffen aus dem eigenen Diskursfeld zu entfernen. Und Diskussion heißt eben auch, die Argumente des anderen anzuhören und Sexismus und Rassismus jetzt gesellschaftsfähig? ==

Die „überraschende“ Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten hat zu vielen Diskussionen geführt. Unter anderem auch dazu, wie es dazu kommen konnte, es war ja vorher nicht absehbar. Aber auch die Frage ob jetzt weiße Männer Sexisten und Rassisten sind.

Es gibt viele Erklärungsversuche. Ich werfe jetzt auch mal meine Meinung in die Debatte.

Wir können davon ausgehen, dass es zwei weitgehend gleich große Gruppen in der Bevölkerung gibt. Die einen bezeichnen sich selber als aufgeklärt, fortschrittlich. Die andere Gruppe würde sich eher als konservativ ansehen. Aber im Grunde haben diese Gruppen keine Eigenbezeichnung sondern sind nur an ihrem „Gruppen“verhalten erkennbar.

Waren früher die „Aufgeklärten“ immer die „Progressiven“ die durch ihr Verhalten und ihr Vorbild, aber auch ihr agitieren, diejenigen die versuchten die Welt zu verändern. Im militärischen Sinne sind ja auch die Aufklärer, diejenigen die dem Heer vorwegmarschieren und die Lage erkunden und dann wichtige Informationen an das Hauptheer weitergeben.

In Bezug auf dieses Bild ist, aber derzeit der Kontakt der „Aufklärer“ mit dem Heer verlorengegangen bzw. die „Aufklärer“ versuchen direkt das Heer zu beeinflussen. Das muss schief gehen.

So haben es zwar erstere Gruppe geschafft, in der öffentlichen Debatte den Sprachgebrauch zu dominieren, während eine große „schweigende“ Mehrheit vor allem sich auf das „Lesen“ beschränkte. Aber das Schweigen hat aber dafür gesorgt, dass erstere Gruppe meint, sie hätten die Meinungsführerschaft im Lande. Aber sie hat außer Acht gelassen, dass die schweigende Mehrheit so manche Volte der Aufklärer nicht mehr mitmachte und darüber nur lächelte. Aber anscheinend gewinnt die schweigende Mehrheit eine Stimme und was da jetzt zu hören ist, ist in den Ohren der „Aufklärer“ alles andere als schön. Anscheinend ist ihre ganze Propaganda ins nichts gegangen.

Und wirklich, angesichts von Debatten über die Bezeichnung von Flüchtlingen, geschlechtergerechter Sprache, Verbot von Negerküssen und Ziegeunerschnitzel, kommt bei vielen nur noch „sprachliche Verbiegung“ an. Es wurd ein Sprachgebrauch entwickelt, der so richtig er auch ist, keinerlei Fundament in der breiten Bevölkerung hat. Er hat einfach mit der Sprachwirklichkeit der „schweigenden“ Mehrheit nichts zu tun. Sollen doch die Menschen mal in die Kneipen (Stammtische!!!), in Betrieben, auf Baustellen etc. gehen und zuhören über was und wie die Menschen reden. Sie werden feststellen, dass die Debatten in der Presse und die Parolen der Politiker nicht mehr ankommen.

Auch früher wurde schon auf „die da oben“ geschimpft. Was aber inzwischen so nach und verloren ging, war der Kontakt zum Rest der Bevölkerung. Es wurde dem Volk nicht mehr aufs Maul geschaut. Dann hätten nämlich die Politiker und Journalisten gemerkt, dass im Grunde die meisten Menschen der Bevölkerung eher nicht den „Aufklärern“ folgen.

Politiker, Journalisten haben in den letzten Jahren einen Sprachgebrauch entwickelt, der immer weniger mit der Lebenswirklichkeit vieler Menschen zu tun hat und dort nur Kopfschütteln auslöst. Auch dieser „Neusprech“ hat dazu geführt, dass hier eine Verbindung verloren gegangen ist, die für eine gewissen Glaubwürdigkeit von Poltikern und Presse sorgt. Wenn die Bevölkerung den Eindruck hat, dass bestimmte Ereignisse in der Presse keinen adequaten Niederschlag finden, dann muss man sich nicht wundern, dass das Vertrauen in den Journalismus schwindet. Wenn die Bevölkerung den Eindruck hat, dass sich die Politiker nicht mehr um die Sorgen und Nöte der Menschen kümmern, dann schwindet das Vertrauen.

Und dann kommt noch ein zweiter Punkt dazu. Wenn dann die erste Gruppe anfängt, zweitere als Rechte, Sexisten oder Rassisten auf Grund ihres Sprachgebrauches oder Handelns zu bezeichnen (was sie nach Definition der ersten Gruppe auch sind), dann sieht sich die zweite Gruppe falsch behandelt. Diese sehen sich nämlich selbst nicht als Sexisten und Rassisten. Sie sehen sich durch eine solche Bezeichnung entsprechend stigmatisiert. Und jegliche Vertrauen schwindet noch mehr. Vor allem sehen sie sich durch eine solche Bezeichnung in eine Schublade gesteckt. Vor allem wenn erstere auf Grund einer solchen Bezeichnung jeglichen Diskurs verweigern, da ja der „Kontrahent“ in eine entsprechende Schublade gesteckt wurde.

Und jetzt? Es würde gut tun miteinander zu reden, anstatt übereinander. Es würde helfen miteinander zu reden, anstatt den anderen mittels Schubladenbegriffen aus dem eigenen Diskursfeld zu entfernen. Und Diskussion heißt eben auch, die Argumente des anderen anzuhören und auch die eigenen Argumente darzulegen, ohne gleich den anderen davon überzeugen zu müssen, dass man selber Recht hat. Man muss sich auch nicht die Argumente des anderen zu eigen machen. Aber angesichts von Facebook, Twitter und Co. scheint es immer leichter in seiner eigenen Filterblase zu leben und über die „Anderen“ herzuziehen. Dann ist es natürlich nicht verwunderlich, dass man auch angesichts des eigenen beschränkten Weltbildes den Blick für die Realität verliert. Dann ist es auch kein Wunder, wenn einem Wahlergebnisse überraschen.

Am besten würde es helfen, den Computer auszuschalten, nach draußen zu gehen und dem Volk aufs Maul zu schauen. Manche Wahrheiten sind zwar dann schmerzlich. Aber es würde helfen zu erkennen, dass die Menschheit bei weitem noch nicht so weit ist, wie es manche der „Aufklärer“ gerne hätte.auch die eigenen Argumente darzulegen, ohne gleich den anderen davon überzeugen zu müssen, dass man selber Recht hat. Man muss sich auch nicht die Argumente des anderen zu eigen machen. Aber angesichts von Facebook, Twitter und Co. scheint es immer leichter in seiner eigenen Filterblase zu leben und über die „Anderen“ herzuziehen. Dann ist es natürlich nicht verwunderlich, dass man auch angesichts des eigenen beschränkten Weltbildes den Blick für die Realität verliert. Dann ist es auch kein Wunder, wenn einem Wahlergebnisse überraschen.

Am besten würde es helfen, den Computer auszuschalten, nach draußen zu gehen und dem Volk aufs Maul zu schauen. Manche Wahrheiten sind zwar dann schmerzlich. Aber es würde helfen zu erkennen, dass die Menschheit bei weitem noch nicht so weit ist, wie es manche der „Aufklärer“ gerne hätte.

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