Undank ist der Welt Lohn – Gedanken zu den Chemnitzer Ereignissen

Was treibt Tausende in Chemnitz am 27. August 2018 auf die Straße.

Klar etliche Rechtsextreme haben die Gunst der Stunde genutzt um ihre Botschaft in die Öffentlichkeit zu tragen. Vielleicht war auch deren Wunsch nach ein paar Randalen dabei.

Aber die anderen die, wenn man so will „Mitläufer“?

Nach einiger Zeit des Nachdenkens fällt mir als einfacher Grund „Undank“ ein.

Wir haben hier im Osten eine ganze Generation von Menschen zwischen 40 und 80, die in ihrem Leben einen gewaltigen Umbruch erlebt haben. Damit einher gingen der Verlust des Arbeitsplatzes, Ausbildungsplatzes, ja der Verlust der ganzen Zukunftsplanung. Manche Biografien sind nur so von Brüchen geprägt und mit Zeiten der Arbeitslosigkeit, Umschulung, Weiterbildung, ABM etc. durchsetzt. Arbeitsplatzwechsel erfolgten in der Regel nicht, weil man sich selber irgendwie verändert wollte, mit der Arbeit unzufrieden war oder umgezogen ist. Arbeitsplatzwechsel erfolgten, weil der befristete Vertrag endete, der Arbeitgeber pleite ging, eine Maßnahme beendet wurde.

Und trotzdem ist es gelungen, eine Familie zu gründen, evtl. ein Haus zu bauen, Kinder zu bekommen, großzuziehen und evtl. sogar deren Ausbildung zu finanzieren. Alles keine leichten Aufgaben. Und das alles unter Umständen, bei denen man ständig mit dem vorhandenen Geld rechnen muss. Größere Erbvermögen, wie z. B. im Westen, sind nicht zu erwarten.

Und dann sieht man, dass andere Dinge besitzen, bei denen man selber monatlang überlegt ob man sich diese anschafft (iPhone). Man sieht Menschen bei denen man den Eindruck hat, sie können sich die neuesten Markenklamotten kaufen, während man selber bei Kik und Ernstings einkauft. Man kauft bei Aldi und die Sonderangebote, während andere nur Markenware und nur das Beste kaufen. Während man selber für den eigenen Zahnersatz zahlen muss, erhalten den andere kostenlos. Man hört, dass Verkehrsvergehen ausländischer Fahrzeugführer nicht geahndet werden, während man selber im Ausland bevorzugt abgestraft wird.

Auch wenn es so aussieht, ist nicht der Neid die Antriebsfeder. Es ist eher der Undank. Man hat ein Leben lang gearbeitet und gerackert und diese Lebensleistung wird von niemanden gewürdigt. Ja im Gegenteil, man muss noch um die Rente fürchten.

Und die Politik? Sie hat andere Probleme und hat sich von der Masse der Bevölkerung damit entfernt. Die Bevölkerung kann die Themenwahl in der Politik nicht mehr nachvollziehen und die Politiker machen sich nicht mehr die Mühe, die Gründe für die Themenwahl und letztendlich auch die Gründe für die gewählten Lösungen darzulegen.

Warum haben die Grünen keine Basis in Sachsen, weil die Bevölkerung den Eindruck hat, dass irgendwelche Lurche, Spinnen und Wölfe wichtiger als die Menschen sind. Die Linke profitiert noch von der alten SED-Fanschaft, kann aber auch nicht weiter wachsen, weil viele eben auch noch das SED-Erbe sehen. Die FDP wird als Unternehmerpartei wahrgenommen. Bleiben von den Altparteien nur SPD und CDU. Die SPD hat es in den vergangenen 30 Jahren nicht geschafft sich als Partei der arbeitenden Bevölkerung im Osten zu positionieren. Dafür waren viele ihrer Forderungen einfach zu westlich geprägt und weit weg von der Wirklichkeit. Sie hat es nie geschafft, ihr ureigenes Wählerpotential zu nutzen. Im Gegenteil, mit Hartz IV haben sie noch viele weitere verloren. Die CDU hatte den Vorteil, den Kanzler der Einheit zu haben. Mit Biedenkopf war jemand Ministerpräsident, der es geschafft hat, in gewissem Sinne den Sachsen zu schmeicheln und eben auch in gewisser Weise Respekt und Dank für ihre Arbeit zu zollen. Mit Milbradt und Tillich hörte das aber wieder auf. Dazu kamen dann die unseligen Kreisreformen und die ständigen Gemeindereformen. Das hat auch nicht dazu beigetragen, dass ein Vertrauensverhältnis zu den staatlichen Strukturen entstand. Man hatte den Eindruck die Staatsregierung drehe sich nur noch um sich selber.

In diesen Vakuum ist dann die AfD gekommen. Sie hat sich von Anfang an als die Partei propagiert, die die Sorgen und Nöte der Bevölkerung ernst nimmt, die auch beabsichtigt ihr Lebenswerk entsprechend zu honorieren.

Die CDU versucht jetzt, ich würde fast sagen krampfhaft, wieder den Kontakt herzustellen. Ob es gelingt, werden wir bei den nächsten Wahlen sehen. Grüne, SPD und FDP scheinen nicht über die personellen Möglichkeiten verfügen und Die Linke gibt sich mit dem Status Quo zufrieden.

Aber nicht nur die Parteien sind gefragt, auch die Presse. Solange immer wieder berichtet wird, wie schlimm der Osten ist, wie schlimm die Ostdeutschen sind. Solange halt immer wieder die negativen Nachrichten die Presselandschaft und damit das gesamtdeutsche Bild dominieren, wird sich nichts ändern.

Böswillig formuliert, treibt jedes Lachen über den sächsischen Dialekt einen Wähler in die Reihen der AfD.

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Dürrezeiten

Es wird derzeit viel über die Hitze und die Dürre in Deutschland berichtet. Die Menschen leiden unter den Temperaturen. Kachelmann empfiehlt sinnvollerweise den Einsatz von Ventilatoren und das öffnen der Fenster zum erzeugen eines Durchzuges.

Angesichts der Ernteausfälle werden Agrarhilfen in Milliardenhöhe diskutiert.

Was aber gar nicht zur Sprache kommt ist, dass es uns derzeit richtig gut geht. In früheren Jahrhunderten wäre eine solche Dürre der Auftakt einer Hungerkatastrophe ungeahnten Ausmaßes. Die Preise für Brot würden ins unermessliche steigen und es käme zu Unruhen und Revolution.

Und bei uns? Es könnten eventuell die Pommes etwas kürzer werden! Katastrophe!!!!

Selbst vor 60 oder 70 Jahren hätten die Zeitungen noch berichtet und Minister erklärt, dass die Brotpreise stabil bleiben würden und Ernteausfälle durch Importe ausgeglichen würden. Dies ist für uns heute Normalität auch dank eines globalen und freien Welthandels.

Wir sollten mal ein wenig darüber nachdenken und dankbar dafür sein, dass es uns so gut geht.

 

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An der Grenze abweisen?

Seehofers populär-populistische Forderung: „Die Flüchtlinge an der Grenze abweisen!“ klingt einfach, ist aber in der Praxis nicht umsetzbar.

Die wenigsten Flüchtlinge werden über Straßen einreisen und selbst dann ist es dank des Schengener Abkommens nicht möglich, die Flüchtlinge unmittelbar beim Grenzübertritt abzuweisen. Sie sind dann schon im Land. Oder soll wie in der Vergangenheit wirklich jedes Fahrzeug, jede einreisende Person kontrolliert werden. Stundenlange Staus an der Grenze würde die Folge sein. Kann man machen, ich denke mir nach dem nächsten Sommerurlaub hätte dann eine Regierung lauter Wähler die ihr Kreuz woanders machen werden.

Doch zurück zu den Flüchtlingen. Neben denen die über die Straßen geschleust werden, kann man auch die „grüne Grenze“ relativ problemlos passieren. Ok, in Bayern gibt es ein paar Hochgebirge, aber auch dort sollte es Saumpfade etc. geben und der Rest der Grenze in Richtung Balkan, also nach Österreich und Tschechien ist relativ leicht überwindbar. Manchmal nur ein Bach zu überspringen oder einfach mitten durch einen Wald laufen. Also alles keine Hürden. Wenn man also Flüchtlingen diesen unkontrollierten Grenzübertritt erschweren will, sind Hürden zu errichten. Als erste Stufe ein Zaun, später Mauern etc. Inzwischen sind aber auch wieder dank Schengen gerade die Regionen Bayrischer Wald oder Erzgebirge grenzüberschreitende Erholungs- und Urlaubsregionen. Ich glaube da wird es Widerstand geben, wenn Wanderwege wieder dicht gemacht werden und damit auch der regionalen Tourismusbranche geschadet wird. Vor allem da es Regionen betrifft, die wirtschaftlich benachteiligt sind. Hier würden durch solche Maßnahmen neue Gräben und Baustellen aufgemacht, die wirtschaftlich noch gar nicht umfassend erkannt sind-

Da also die Flüchtlinge auf absehbare Zeit nicht unmittelbar am Grenzübertritt gehindert werden können, ist damit zu rechnen, dass sie in der Regel in Grenznähe aufgegriffen werden. Und nun, wo sollen sie jetzt hin?

Der deutsche Polizist hat ja keine Handlungsbefugnisse im Nachbarland. Er kann sie also maximal bis zur Grenze bringen und die Flüchtlinge auffordern, die Grenze zum Nachbarland wieder zu überschreiten. Werden das die Nachbarländer einfach so dulden und diese Flüchtlinge wieder reinlassen? Oder werden sie im Gegenzug die Flüchtlinge an der Einreise nach Österreich und Tschechien hindern.

Und dann? Rechts Grenzschützer, links Grenzschützer und in der Mitte ein immer größer werdendes wildes Lager von Flüchtlingen…..

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Nach der Wahl ist vor der Wahl

Die „überraschende“ Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten hat zu vielen Diskussionen geführt. Unter anderem auch dazu, wie es dazu kommen konnte, es war ja vorher nicht absehbar. Aber auch die Frage ob jetzt weiße Männer Sexisten und Rassisten sind.

Es gibt viele Erklärungsversuche. Ich werfe jetzt auch mal meine Meinung in die Debatte.

Wir können davon ausgehen, dass es zwei weitgehend gleich große Gruppen in der Bevölkerung gibt. Die einen bezeichnen sich selber als aufgeklärt, fortschrittlich. Die andere Gruppe würde sich eher als konservativ ansehen. Aber im Grunde haben diese Gruppen keine Eigenbezeichnung sondern sind nur an ihrem „Gruppen“verhalten erkennbar.

Waren früher die „Aufgeklärten“ immer die „Progressiven“ die durch ihr Verhalten und ihr Vorbild, aber auch ihr agitieren, diejenigen die versuchten die Welt zu verändern. Im militärischen Sinne sind ja auch die Aufklärer, diejenigen die dem Heer vorwegmarschieren und die Lage erkunden und dann wichtige Informationen an das Hauptheer weitergeben.

In Bezug auf dieses Bild ist, aber derzeit der Kontakt der „Aufklärer“ mit dem Heer verlorengegangen bzw. die „Aufklärer“ versuchen direkt das Heer zu beeinflussen. Das muss schief gehen.

So haben es zwar erstere Gruppe geschafft, in der öffentlichen Debatte den Sprachgebrauch zu dominieren, während eine große „schweigende“ Mehrheit vor allem sich auf das „Lesen“ beschränkte. Aber das Schweigen hat aber dafür gesorgt, dass erstere Gruppe meint, sie hätten die Meinungsführerschaft im Lande. Aber sie hat außer Acht gelassen, dass die schweigende Mehrheit so manche Volte der Aufklärer nicht mehr mitmachte und darüber nur lächelte. Aber anscheinend gewinnt die schweigende Mehrheit eine Stimme und was da jetzt zu hören ist, ist in den Ohren der „Aufklärer“ alles andere als schön. Anscheinend ist ihre ganze Propaganda ins nichts gegangen.

Und wirklich, angesichts von Debatten über die Bezeichnung von Flüchtlingen, geschlechtergerechter Sprache, Verbot von Negerküssen und Ziegeunerschnitzel, kommt bei vielen nur noch „sprachliche Verbiegung“ an. Es wurd ein Sprachgebrauch entwickelt, der so richtig er auch ist, keinerlei Fundament in der breiten Bevölkerung hat. Er hat einfach mit der Sprachwirklichkeit der „schweigenden“ Mehrheit nichts zu tun. Sollen doch die Menschen mal in die Kneipen (Stammtische!!!), in Betrieben, auf Baustellen etc. gehen und zuhören über was und wie die Menschen reden. Sie werden feststellen, dass die Debatten in der Presse und die Parolen der Politiker nicht mehr ankommen.

Auch früher wurde schon auf „die da oben“ geschimpft. Was aber inzwischen so nach und verloren ging, war der Kontakt zum Rest der Bevölkerung. Es wurde dem Volk nicht mehr aufs Maul geschaut. Dann hätten nämlich die Politiker und Journalisten gemerkt, dass im Grunde die meisten Menschen der Bevölkerung eher nicht den „Aufklärern“ folgen.

Politiker, Journalisten haben in den letzten Jahren einen Sprachgebrauch entwickelt, der immer weniger mit der Lebenswirklichkeit vieler Menschen zu tun hat und dort nur Kopfschütteln auslöst. Auch dieser „Neusprech“ hat dazu geführt, dass hier eine Verbindung verloren gegangen ist, die für eine gewissen Glaubwürdigkeit von Poltikern und Presse sorgt. Wenn die Bevölkerung den Eindruck hat, dass bestimmte Ereignisse in der Presse keinen adequaten Niederschlag finden, dann muss man sich nicht wundern, dass das Vertrauen in den Journalismus schwindet. Wenn die Bevölkerung den Eindruck hat, dass sich die Politiker nicht mehr um die Sorgen und Nöte der Menschen kümmern, dann schwindet das Vertrauen.

Und dann kommt noch ein zweiter Punkt dazu. Wenn dann die erste Gruppe anfängt, zweitere als Rechte, Sexisten oder Rassisten auf Grund ihres Sprachgebrauches oder Handelns zu bezeichnen (was sie nach Definition der ersten Gruppe auch sind), dann sieht sich die zweite Gruppe falsch behandelt. Diese sehen sich nämlich selbst nicht als Sexisten und Rassisten. Sie sehen sich durch eine solche Bezeichnung entsprechend stigmatisiert. Und jegliche Vertrauen schwindet noch mehr. Vor allem sehen sie sich durch eine solche Bezeichnung in eine Schublade gesteckt. Vor allem wenn erstere auf Grund einer solchen Bezeichnung jeglichen Diskurs verweigern, da ja der „Kontrahent“ in eine entsprechende Schublade gesteckt wurde.

Und jetzt? Es würde gut tun miteinander zu reden, anstatt übereinander. Es würde helfen miteinander zu reden, anstatt den anderen mittels Schubladenbegriffen aus dem eigenen Diskursfeld zu entfernen. Und Diskussion heißt eben auch, die Argumente des anderen anzuhören und Sexismus und Rassismus jetzt gesellschaftsfähig? ==

Die „überraschende“ Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten hat zu vielen Diskussionen geführt. Unter anderem auch dazu, wie es dazu kommen konnte, es war ja vorher nicht absehbar. Aber auch die Frage ob jetzt weiße Männer Sexisten und Rassisten sind.

Es gibt viele Erklärungsversuche. Ich werfe jetzt auch mal meine Meinung in die Debatte.

Wir können davon ausgehen, dass es zwei weitgehend gleich große Gruppen in der Bevölkerung gibt. Die einen bezeichnen sich selber als aufgeklärt, fortschrittlich. Die andere Gruppe würde sich eher als konservativ ansehen. Aber im Grunde haben diese Gruppen keine Eigenbezeichnung sondern sind nur an ihrem „Gruppen“verhalten erkennbar.

Waren früher die „Aufgeklärten“ immer die „Progressiven“ die durch ihr Verhalten und ihr Vorbild, aber auch ihr agitieren, diejenigen die versuchten die Welt zu verändern. Im militärischen Sinne sind ja auch die Aufklärer, diejenigen die dem Heer vorwegmarschieren und die Lage erkunden und dann wichtige Informationen an das Hauptheer weitergeben.

In Bezug auf dieses Bild ist, aber derzeit der Kontakt der „Aufklärer“ mit dem Heer verlorengegangen bzw. die „Aufklärer“ versuchen direkt das Heer zu beeinflussen. Das muss schief gehen.

So haben es zwar erstere Gruppe geschafft, in der öffentlichen Debatte den Sprachgebrauch zu dominieren, während eine große „schweigende“ Mehrheit vor allem sich auf das „Lesen“ beschränkte. Aber das Schweigen hat aber dafür gesorgt, dass erstere Gruppe meint, sie hätten die Meinungsführerschaft im Lande. Aber sie hat außer Acht gelassen, dass die schweigende Mehrheit so manche Volte der Aufklärer nicht mehr mitmachte und darüber nur lächelte. Aber anscheinend gewinnt die schweigende Mehrheit eine Stimme und was da jetzt zu hören ist, ist in den Ohren der „Aufklärer“ alles andere als schön. Anscheinend ist ihre ganze Propaganda ins nichts gegangen.

Und wirklich, angesichts von Debatten über die Bezeichnung von Flüchtlingen, geschlechtergerechter Sprache, Verbot von Negerküssen und Ziegeunerschnitzel, kommt bei vielen nur noch „sprachliche Verbiegung“ an. Es wurd ein Sprachgebrauch entwickelt, der so richtig er auch ist, keinerlei Fundament in der breiten Bevölkerung hat. Er hat einfach mit der Sprachwirklichkeit der „schweigenden“ Mehrheit nichts zu tun. Sollen doch die Menschen mal in die Kneipen (Stammtische!!!), in Betrieben, auf Baustellen etc. gehen und zuhören über was und wie die Menschen reden. Sie werden feststellen, dass die Debatten in der Presse und die Parolen der Politiker nicht mehr ankommen.

Auch früher wurde schon auf „die da oben“ geschimpft. Was aber inzwischen so nach und verloren ging, war der Kontakt zum Rest der Bevölkerung. Es wurde dem Volk nicht mehr aufs Maul geschaut. Dann hätten nämlich die Politiker und Journalisten gemerkt, dass im Grunde die meisten Menschen der Bevölkerung eher nicht den „Aufklärern“ folgen.

Politiker, Journalisten haben in den letzten Jahren einen Sprachgebrauch entwickelt, der immer weniger mit der Lebenswirklichkeit vieler Menschen zu tun hat und dort nur Kopfschütteln auslöst. Auch dieser „Neusprech“ hat dazu geführt, dass hier eine Verbindung verloren gegangen ist, die für eine gewissen Glaubwürdigkeit von Poltikern und Presse sorgt. Wenn die Bevölkerung den Eindruck hat, dass bestimmte Ereignisse in der Presse keinen adequaten Niederschlag finden, dann muss man sich nicht wundern, dass das Vertrauen in den Journalismus schwindet. Wenn die Bevölkerung den Eindruck hat, dass sich die Politiker nicht mehr um die Sorgen und Nöte der Menschen kümmern, dann schwindet das Vertrauen.

Und dann kommt noch ein zweiter Punkt dazu. Wenn dann die erste Gruppe anfängt, zweitere als Rechte, Sexisten oder Rassisten auf Grund ihres Sprachgebrauches oder Handelns zu bezeichnen (was sie nach Definition der ersten Gruppe auch sind), dann sieht sich die zweite Gruppe falsch behandelt. Diese sehen sich nämlich selbst nicht als Sexisten und Rassisten. Sie sehen sich durch eine solche Bezeichnung entsprechend stigmatisiert. Und jegliche Vertrauen schwindet noch mehr. Vor allem sehen sie sich durch eine solche Bezeichnung in eine Schublade gesteckt. Vor allem wenn erstere auf Grund einer solchen Bezeichnung jeglichen Diskurs verweigern, da ja der „Kontrahent“ in eine entsprechende Schublade gesteckt wurde.

Und jetzt? Es würde gut tun miteinander zu reden, anstatt übereinander. Es würde helfen miteinander zu reden, anstatt den anderen mittels Schubladenbegriffen aus dem eigenen Diskursfeld zu entfernen. Und Diskussion heißt eben auch, die Argumente des anderen anzuhören und auch die eigenen Argumente darzulegen, ohne gleich den anderen davon überzeugen zu müssen, dass man selber Recht hat. Man muss sich auch nicht die Argumente des anderen zu eigen machen. Aber angesichts von Facebook, Twitter und Co. scheint es immer leichter in seiner eigenen Filterblase zu leben und über die „Anderen“ herzuziehen. Dann ist es natürlich nicht verwunderlich, dass man auch angesichts des eigenen beschränkten Weltbildes den Blick für die Realität verliert. Dann ist es auch kein Wunder, wenn einem Wahlergebnisse überraschen.

Am besten würde es helfen, den Computer auszuschalten, nach draußen zu gehen und dem Volk aufs Maul zu schauen. Manche Wahrheiten sind zwar dann schmerzlich. Aber es würde helfen zu erkennen, dass die Menschheit bei weitem noch nicht so weit ist, wie es manche der „Aufklärer“ gerne hätte.auch die eigenen Argumente darzulegen, ohne gleich den anderen davon überzeugen zu müssen, dass man selber Recht hat. Man muss sich auch nicht die Argumente des anderen zu eigen machen. Aber angesichts von Facebook, Twitter und Co. scheint es immer leichter in seiner eigenen Filterblase zu leben und über die „Anderen“ herzuziehen. Dann ist es natürlich nicht verwunderlich, dass man auch angesichts des eigenen beschränkten Weltbildes den Blick für die Realität verliert. Dann ist es auch kein Wunder, wenn einem Wahlergebnisse überraschen.

Am besten würde es helfen, den Computer auszuschalten, nach draußen zu gehen und dem Volk aufs Maul zu schauen. Manche Wahrheiten sind zwar dann schmerzlich. Aber es würde helfen zu erkennen, dass die Menschheit bei weitem noch nicht so weit ist, wie es manche der „Aufklärer“ gerne hätte.

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Warum Trump nicht Putins Freund wird

Die Süddeutsche ist der Auffassung, dass Trump Putin weitgehend freie Hand lassen und dessen Expansionsbestrebungen nicht im Wege stehen wird.

Ich denke das eher nicht. Es kann schon sein, dass er sich in den Konflikt um die Krim und die Ukraine nicht einmischen wird, da für in das eher eine russische Angelegenheit ist. Aber bei der Türkei sieht es schon anders aus. Zum einen liegt die Türkei an einer strategisch günstigen Position mit Grenzen zu Syrien, dem Irak, dem Iran, dem Mittel- und dem Schwarzen Meer. Dazu noch die Kontrolle über den Bosporus. Warum sollte Trump dieses strategische Land Russland überlassen und damit mehr oder weniger dafür sorgen, dass das Schwarze Meer ein russisches „Binnengewässer“ wird.

Auch wenn Trump der Krieg in Syrien nicht behagt, die Ölquellen des Irak liegen nahe. Und wenn Trump wieder den Iran-Konflikt aufwärmen wollte, wären die Russen wahrscheinlich schnell dabei, Teheran zu unterstützen. Ich glaube, dass wäre auch nicht im Sinne der amerikanischen Politik, wenn auf einmal die Russen am Persischen Golf ihre Vertreter haben.

Es wird ihm ja auch wenig behagen, wenn Putin die Chance nutzt und sich als Weltmacht darstellt, während Trump Mauern gen Mexiko baut. Es wird also über kurz oder lang zu einem konfrontativen Kurs zwischen Russland und den USA kommen.

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