Gedankenspiele zur Türkei

Erdogan mit seiner türkischen Variante des Reichstagsbrandes eine Möglichkeit gefunden seine Machtbasis weiter auszubauen und so viele Gegner wie möglich auszuschalten. Der US-Außenminister Kerry hat auch schon mal daraufhin gewiesen, dass ein solches Vorgehen auch schon mal zu einem Ausschluss aus der NATO führen kann.

Wenn man bedenkt, dass die Türkei eigentlich nur NATO-Mitglied (gemeinsam mit Griechenland) wurde, um den Zugang zum Schwarzen Meer zu kontrollieren und damit die sowjetische bzw. heute russische Einflussnahme auf den Mittelmeerraum einzuschränken. Übrigens ein Thema welches Russland und den Westen (früher Großbritannien und Frankreich [Krimkrieg], heute NATO) schon seit 160 Jahren bewegt.

Ich halte diese physische Präsenz bzw. Kontrolle des Bosporus heute nicht mehr für notwendig. Durch entsprechende Luftwaffenstützpunkte in Schwarzmeeranreiner-Staaten (Bulgarien, Rumänien) oder in Griechenland ist heute eine genügende Kontrolle gegeben.

Was wäre also, wenn jetzt die Türkei aus der NATO fliegen und ggf. dafür die Mitgliedschaft der Ukraine und der baltischen Staaten durch Russland akzeptiert würde? Diese hätte eine veränderte Fokussierung der russischen Politik zur Folge. Denn die Türkei würde über kurz oder lang in die russische Einflussphäre fallen. Auch wenn derzeit die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei gekittet sind, die Zwischenfälle im Syrienkrieg liegen noch nicht lange zurück. Und im Vergleich zur Türkei steht Russland jedenfalls besser da. Natürlich würde ein eventueller Flottenstützpunkt der Russen an der türkischen Mittelmeerküste das dortige Verhältnis verändern. Aber ein Blick auf die vorhandenen Schiffe bei NATO und Russland macht deutlich, dass die russische Flotte nicht so ganz auf der Höhe der Zeit ist.

Andererseits könnte auch eine direkte Einflussnahme Russlands in der Türkei dafür sorgen, dass irgendwelche EU-Mitgliedschaften nicht mehr im Fokus stehen würden.

Russland hätte jedenfalls ihr lange angestrebtes Ziel erreicht und endlich die Vormachtstellung am Bosporus.

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Merkel und die Islamisierung des Abendlandes

Derzeit kursiert dieses Video von Angela Merkel im Netz bzw. entsprechende Zeitschriften-Artikel. Interessant in diesem Zusammenhang sind vor allem die vielfältigen Reaktionen in den Kommentarspalten. Da wird dann schon reflexartig betont, dass Deutschland ein säkularer Staat sei, dass man selber mit Religion nix am Hut hätte und auch nicht damit belästigt werden will und was sich Frau Merkel denn einbildet, hier einen Bezug zum Christentum herzustellen etc.

Es lohnt sich, darüber nachzudenken. Als Atheist will man von jeglicher Religion nichts wissen und möchte auch nicht in seinem Alltag mit Religion in Verbindung kommen. Da könnte natürlich eine „Islamisierung“ eine Gefahr darstellen. Jedoch besteht meiner Meinung nach, in dieser Hinsicht keine Gefahr. Das Grundgesetz und auch die anderen Gesetze der Bundesrepublik bieten genügend Sicherheit, dass eine Gefährdung des Atheismus in Deutschland durch Islamisten oder deren Anhänger ausgeschlossen werden kann. Dem Atheisten kann somit das Statement von Frau Merkel am Allerwertesten vorbeigehen. Er muss sich gar nicht angesprochen fühlen.

Eine analoge Sicherheit gibt es natürlich auf für diejenigen, die hier ihren christlichen, jüdischen oder sonstigen Glauben leben. Eventuell fühlen diese sich durch die Aussagen von Frau Merkel eher dazu herausgefordert ihren eigenen Glauben noch offensichtlicher zu leben.

Dann gibt es aber auch noch eine große Menge von Menschen, die vielleicht Kirchensteuer zahlen, zu Weihnachten und/oder Ostern mal in die Kirche gehen, sich selber als Christen bezeichnen oder sehen, denen aber die Inhalte ihres eigenen Glaubens völlig fremd sind. Da kann ich mir gut vorstellen, dass solche Menschen, denen die eigenen (Glaubens-)basis fehlt, angesichts von Menschen mit einem festen (anderen) Glauben Angst bekommen. Sie stehen dann jemanden gegenüber, dem sein Glaube etwas bedeutet und nicht nur eine Tradition ist. Insofern ist Merkels Antwort auch dahingehend zu verstehen, dass die Menschen eben nicht nur vom „Untergang des christlichen Abendlandes“ reden sollten, sondern selber erst einmal unter Beweis stellen, was ihnen das Wort „Christ(lich)“ wert ist. Ist es nur eine Floskel oder eine mit Inhalten gefüllte Bezeichnung.

Hat Frau Merkel hier die Trennung zwischen Religion und Staat überschritten. Ich meine, nein. Als Mitglied der CDU und Tochter eines Pfarrers ist es ein offenes Geheimnis, dass sie sich selber wahrscheinlich als Christ sieht. Insofern ist es auch nicht überraschend, wenn sie sich selber in die Gruppe der Christen einordnet. Alles andere wäre auch wahrheitswidrig. Nur weil zwischen Organisationen der Religion und Staat getrennt wird, bedeutet dass noch lange nicht, dass Funktionsträger der Staatsgewalt ihre religiösen Bekenntnisse verheimlichen müssen. Es wird sich auch nicht verhindern lassen, dass ihr Bekenntnis zum Christentum auch ihre Entscheidungen als Bundeskanzlerin beeinflusst. Alles andere wäre auch Augenwischerei.

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Wohin mit den Flüchtlingen?

Mal ein paar Informationen aus der sächsischen Provinz.

In Sachsen sind die Landkreis dafür verantwortlich die Flüchtlinge unterzubringen. Nur stehen derzeit nicht genug Quartiere zur Verfügung. Deshalb wurden die Gemeinden aufgefordert entsprechende freie Kapazitäten an den Landkreis zu melden bzw. der Landkreis legte fest, für wieviele Personen eine Gemeinde Wohnraum zur Verfügung stellen muss. War Ende 2014 Platz für 5 Personen in unserem 3000-Einwohner-Dorf zu schaffen, sind es jetzt weitere 15 Personen und für 2016 sind noch weitere 16 Plätze zur Verfügung zu stellen. Das Problem ist jedoch, dass die Gemeinde keinen eigenen freien Wohnraum hat. Also den bisherigen Mietern kündigen?

Oder sollen Turnhallen umfunktioniert werden? Nur wo erfolgt dann der Schul- und Vereinssport? Wer macht dann den Sportlern klar, dass sie die Sportanlagen nicht mehr nutzen können?

Aber auch private Vermieter haben keinen freien Wohnraum oder wollen diesen nicht an ihnen unbekannte Personen vermieten.

Hier kommt ein weiteres Problem zu Tage. Es haben die wenigsten Problem eine Flüchtlingsfamilie aufzunehmen. Aber was ist wenn einem 4 Flüchtlinge aus vier verschiedenen Herkunftsländern mit vielleicht noch vier verschiedenen Religionen zugewiesen werden? Die haben sich ja alle lieb.

Und es ist ja einfach auf den Staat und die Verwaltung zu schimpfen. Aber wo sind den die Privatleute, die zu normalen Preisen ihren vielleicht vorhandenen nicht bewohnten Wohnraum anbieten?

Alternativ kann man natürlich auch, wie der Herr Kretschmann fordert, einfach ein paar Lager in den märkischen Sand stampfen. Entsprechende Pläne sind ja seit den 30er in ausreichender Vielfalt vorhanden.

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Fernbus-Haltestellen

Ein paar Gedanken zum Thema Fernbus-Halte, angesichts dieses Artikels.

Es ist schon interessant, wie schnell Unternehmer immer wieder nach dem Staat rufen, dass dieser für sie Dinge erledigt. Dass verbessert natürlich nachhaltig das Geschäftsergebnis. Es ist jedoch nicht Aufgabe des Staates, der Länder oder der Kommunen dafür zu sorgen, dass Unternehmen auf ihre Kosten Gewinne einfahren.

Nur mal zum Vergleich, auch Bahnhofe im Schienenverkehr wurden in der Regel von den Schienenverkehrsunternehmen gebaut und unterhalten. Warum soll das nicht auch für Fernbusunternehmen gelten?

Der Vergleich mit dem Nahverkehr hinkt hier. Der Nahverkehr erfolgt in der Regel im Auftrag und auf Kosten der Kommunen. Da ist es logisch, dass diese auch die Kosten für Haltestellen tragen.

Warum also sollten die Fernbusunternehmen nicht ihre eigenen Haltestellen errichten. Beim großen Vorbild Amerika (Greyhound) funktioniert das doch auch.

Aber wie schon gesagt, in Deutschland wird schnell nach dem Staat gerufen, als selber aktiv zu werden. Der Begriff Unternehmer kommt zwar davon, dass er was unternimmt. Aber meistens reicht dieses Unternehmen nur für Forderungen an den Steuerzahler.

Armes Deutschland, wo immer noch die Steuerzahler die Unternehmen subventionieren.

 

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Die Trennung der Wikipedia

Angesichts des Beharrungsvermögens einiger Wikipedia-Benutzer an ihrer alten Oberfläche und der fast völligen Verweigerung von Design- und Softwareveränderungen sollte die Wikimedia Foundation die Projekte und vor allem die Software-Lösung noch mal neu durchdenken.

Meine radikale Idee ist die totale Trennung zwischen Inhalt und Design. Durch die Wikimedia wird nur noch ein Datenzugang für jeden angeboten. Drittanbieter oder auch Wikimedia selbst bieten dann eigenständige Oberflächen an. So könnte dann Wikimedia neben der derzeitigen Oberfläche auch eine neue Oberfläche anbieten. Oder auch ein Projekt wie „WikiWand“ könnte dann nicht nur zur Anzeige sondern auch zur Bearbeitung der Artikel dienen.

Eine solche radikale Lösung wird zwar im ersten Moment zu ein paar Problemchen führen, da ein „gestalteter“ Artikel je nach Anwendung anders aussehen könnte und sich dann Nutzer in die Haare bekommen. Aber das haben wir ja jetzt auch schon.

Schwieriger wird es höchstens, wenn es Fragen zu einzelnen Anwendungsfunktionen gibt. Hier gibt es keine für alle verbindlichen Auskünfte mehr, sondern nur noch für die spezielle Endanwendung.

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